Quo vadis, liebe Kinder?

von | 12.07.2018 | Liste Niederösterreich

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Die FPÖ wirft ihre ehemals familienfreundliche Ideologie und Worte zugunsten einer Regierungsbeteiligung über Bord. War noch in der Opposition die Rede von „fairen“ Einkommen, Wahlmöglichkeit über die Kinderbetreuung innerhalb und außerhalb der Familie, so hat sie sich nun  ganzheitlich der Wirtschaft und gegen die Familie entschieden. Ganz im Sinne der ÖVP.

Die familienfeindliche neue und vorzeitig umgesetzte Arbeitszeitregelung ist im wahrsten Sinne ein Desaster für die Kinder. Die immerorts betonte „Freiwilligkeit“ zur Leistung von Mehrstunden, ist mehr als unglaubwürdig. Eine „Freiwilligkeit“ zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt es nicht. Und wenn dann nur einseitig. Auf der Strecke bleiben, sofern sich Paare überhaupt noch dafür entscheiden, die Kinder. Vonseiten der Opposition wird laut nach mehr Kinderbetreuungsplätzen gerufen. Das ist nicht die Lösung. Erziehung ist Aufgabe der Eltern und nicht die der staatlichen Betreuungspersonen. Verwunderlich ist auch das Agieren des Junior Partners FPÖ. War diese Partei doch gegen Ganztagsschulen mit der Argumentation, Kinder würden dort staatlicher Gehirnwäsche unterzogen. Nun wird, mit der geplanten neuen Arbeitszeitregelung, genau das gemacht, was die damalige Oppositionspartei FPÖ nicht wollte. Kleinkinder werden frühmorgens in die Betreuungsanstalt gesteckt, die Erziehung obliegt den Kindergartenpädagogen und das fertigerzogene Kind wird abgeholt. Erzogen nach den jeweiligen politischen Richtungen. Sie werden geformt nach Normen. Familiäre Abläufe, Traditionen und persönliche Erfahrungen, Meinungen und Lebensweisen werden von den Eltern nicht mehr weitergegeben.

Das ist politisch gewollt.

Unsere Gesellschaft braucht Kinder. Die gewählten Regierungspolitiker haben die Verantwortung im Sinne der österreichischen Bevölkerung zu agieren und Familienpolitik zu betreiben, die eine kinderfreundliche Gesellschaft ermöglicht. Der Schrei nach noch mehr Zuwanderung ist dann obsolet, hat sich doch gezeigt, dass die Kosten höher sind als der Nutzen.